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Technisches Rathaus Tübingen, Erweiterung

in collaboration with wulf architekten and jetter landschaftsarchitekten

Competition

 

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Leitgedanken


Das technische Rathaus ist das Bau Rathaus Tübingens. Hier kann und muss die Stadt zeigen, wie sie es mit der Architektur hält. Wenn die Bürger mit ihren Bauangelegenheiten kommen, sollen sie hier vorbildliches zum Thema Bauen und Gestaltung erleben. Der hohe Anspruch der Stadt Tübingen in puncto ökologisches Bauen soll hier einen Ausdruck finden, der auch architektonisch gegenüber der Öffentlichkeit in nachhaltiger Weise verantwortbar ist. Dazu gehört, dass der Bürger mit einem einzigen und nicht zwei technischen Rathäusern zu tun hat. Dazu gehört ein großzügiges einheitliches Erscheinungsbild in einer Materialität, die das Gebäude als klimafreundliches Haus identifiziert. Dazu gehört eine intelligente Auseinandersetzung mit dem Bestandsgebäude aus den fünfziger Jahren, die dieses dort unverfälscht lassen kann, wo ist Klimatechnik möglich ist, nämlich ausschließlich im Innenraum wo keine dämm-technische Ertüchtigung nötig ist. Und nicht zuletzt gehört hört dazu auch der geringstmögliche Bodenverbrauch zu Gunsten einer maximalen Grundfläche an der Ammer.

Städtebauliche Einbindung


Der Neubau ist als schmale, leicht abgewinkte die Scheibe vor den Altbau gestellt und gibt dem Gebäude auf der Straßenseite ein komplett neues Gesicht. Neubau und Altbau sind zu einer einzigen prägnanten Baufigur vereint. Das Haus wird zu einem zeitgemäßen, kompakten einheitlichen Volumen. Das südliche Vorfeld an der Straße wird als urban gebauter Hangfuss des Berges mit der Himmelsleiter entwickelt. Der neue barrierefreie Zugang ist in diese Situation ganz selbstverständlich integriert. Hier bietet sich den Bürgern schon als Passanten interessante Einblicke in das innere Geschehen des Gebäudes. Es soll nicht hinter Scheuklappen verwaltet werden, sondern das Haus soll sich transparent, offen und bürgerfreundlich zeigen. Das abgesenkte Erdgeschoss kommt einer solchen Auffassung durchaus entgegen. Hier gibt es bewusst keinen einzigen Stellplatz außer für Fahrräder. Diese flächensparende Disposition ermöglicht auf der anderen Seite eine komplett unbebaute Grünfläche, die als parkartige Rekreations- und Aufenthaltsfläche dient und mit den Freiflächen der weiteren angrenzenden Stadtbereiche einen zusammenhängenden grünen Raum ergibt.